Fachtagung ZMP 2001
Veranstaltung der Superlative
Die VDEW-Fachtagung »Zählen-Messen-Prüfen 2001« fand am 14. und 15. Mai 2001 in der Frankenhalle des Messezentrums in Nürnberg statt. Sie bestätigte auch in diesem Jahr ihren Ruf als eine der wichtigsten europäischen Zählerfachtagungen. Mit über 570 Teilnehmern und 30 Ausstellern hat sie damit alle bisherigen Rekorde gebrochen.
Unter dem Motto »Metering 2001 - Dienstleistungen im liberalisierten Markt« waren Geräte- und Datenmanagement und Zählen im Liberalisierungsprozess zentrale Themen.
»Die Erfordernisse des Marktes ... bedingen leistungsfähige IT-Lösungen, die einerseits den Datenaustausch zwischen verschiedenen Playern ermöglichen und andererseits die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (Eichrecht, EWG usw.) sicherstellen«, hob Ewald Woste von der N-Ergie AG in seiner Begrüßungsrede hervor.
Mit dem Schritt zu einem »global measurement system«, den Prof. Dr. Manfred Kochsiek von der PTB in Braunschweig beschrieb, war gleichzeitig das Feld für die diesjährigen Tagung abgesteckt. Er betonte, dass dieser Weg notwendig sei, um der »Globalisierung von Wirtschaft und Handel« Rechnung zu tragen.
Angestrebt sei eine Harmonisierung des Marktes, wovon letztendlich Hersteller, Dienstleister und Verbraucher gleichermaßen profitieren sollten. Der Wandel in der Branche ist unumkehrbar. Die Hersteller, Dienstleister und Verbraucher müssen sich auf die neue Situation einstellen, wollen sie auf Kurs bleiben.
Diese Einschätzung teilte auch Dipl.-Ing. Günther Kreher. Als Vorsitzender der Prüfstellenleitertagung und des Sonderausschusses Zählerprüfwesen skizzierte er die neue Situation: »Der Zählerableser mit Notizblock und Bleistift gehört der Vergangenheit an ... Für die Messwerteübertragung, Kunden- und Abrechnungssysteme werden statt dessen standardisierte Software-Programme eingesetzt.« Dies sei »eine unabdingbare Voraussetzung für ein gesichertes Funktionieren des Zähler-und Gerätemanagements in einem europaweit einsetzenden Strommarkt, in dem Netznutzung, Bilanzkreise und flexible Handels- und Vertriebsvereinbarungen das Tagesgeschäft bestimmen«.
Die begleitede Fachausstellung ging auch folgerichtig weit über eine bloße Präsentation hinaus: Sie stellte neue Technologien in den Mittelpunkt, zeigte Trends für intelligente Lösungen und gab Impulse für zukünftige Märkte.
Klaus Rink
